Ohne Furcht und Adel

Im Kartenspiel „Ohne Furcht und Adel“ schlüpft ihr in die unterschiedlichsten Rollen, um eure Stadt so schnell wie möglich zu errichten. Doch Vorsicht!!! Euer Gegner ist euch dicht auf den Versen und versucht euch beim Bau zu behindern.

laufende Partie im Spiel Ohne Furcht und Adel zu zweit
Verlag: Hans im Glück
Autor: Bruno Faidutti
Spieleranzahl von 2 bis 8

Auszeichnungen:

  • à la carte Kartenspielpreis 2000: Platz 1
  • Deutscher Spiele Preis 2000: Platz 6
  • Spiel des Jahres 2000: Nominierungsliste
  • Niederländischer Spielepreis 2001: Gewinner
  • Gamers Choice Awards 2001: Multiplayer Nominees


Unsere Einschätzung:
Lesezeit Anleitung: 21 Minuten
durchschnittliche Spieldauer: 30 Minuten

  • Strategie
  • Glück
  • Einfach - Komplex
  • Interaktion

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, als erster eine Stadt mit 8 Bauwerken zu errichten. Dabei geht das Spiel über mehrere Runden wobei jede Runde in zwei Phasen unterteilt ist. In der ersten Phase wählt ihr und eure Mitspieler eure Charakterkarte für diese Runde aus. Da die Karten geheim gezogen und der Spielablauf nicht reihum, sondern die Charaktere nacheinander aufgerufen werden, ändert sich die Reihenfolge für euch immer wieder. Wenn euer Charakter aufgerufen wird, könnt ihr entweder Münzen nehmen oder eine von zwei gezogenen Karten behalten. Jeder Charakter hat eine besondere Eigenschaft die ihr zu einem beliebigen Zeitpunkt in dieser Phase einsetzen könnt. Des Weiteren könnt ihr, um euer Ziel zu erreichen, natürlich auch ein weiteres Gebäude bauen.

Das Spiel endet, sobald einer von euch acht Gebäude gebaut hat. Dann wird der gesamte Wert eurer Stadt gezählt und der Spieler mit dem höchsten Wert gewinnt die Partie. Durch die Erweiterung „Die dunklen Lande“ lässt sich jeder Charakter aus dem Grundspiel austauschen und ihr könnt dann mit dem neuen Set oder einfach mit euren Lieblingscharaktere spielen.

Die Karten zu dem Spiel Ohne Furcht und Adel

Qualität und Verpackung

„Ohne Furcht und Adel“ wird wie die Erweiterung „Die dunklen Lande“ in einem kleinen Spielkarton mit einfachem Kunststoffeinsatz ausgeliefert. Beide Sets lassen sich im Hauptkarton gut verstauen, allerdings sollte man die Karten vorher mit einem Gummi-band umwickeln, damit diese nach dem Transport nicht im Karton verstreut sind. Die Karten sind schön und detailliert illustriert, aber uns persönlich sind sie in einem etwas zu dunklen Farbton. Die Spielanleitung ist in Schwarz-Weiß, auf einfachem Papier gedruckt.

Das Spiel aus Sicht von zwei Spieler

Beim Lesen der Anleitung kam für uns eine kleine Überraschung, da das Spiel, entgegen der Personenzahl auf dem Karton, doch mit 2 Personen gespielt werden kann. Die Anleitung ist insgesamt gut beschrieben und an den richtigen Stellen mit Beispielen versehen. Das Spiel läuft in der ersten Phase zu zweit etwas anders ab. Jeder Spieler darf sich von den Charakteren, die er sich alle anschauen darf, einen nehmen und einen auf den Stapel in der Mitte legen. Hierdurch kann man sehr gut abschätzen, welche Karte der Gegner wahrscheinlich hat. Was zur Folge hat, dass man sich bei seinem Zug des Charakters sehr genau überlegt, welchen Charakter man nimmt und welchen der Gegner danach nimmt. Durch die immer wieder neu angestellten Überlegungen kam der Spielfluss bei uns ganz schön ins Stocken. Ein weiterer Punkt der uns aufgefallen ist, dass man in der Erweiterung den Charakter der Königin im Spiel zu zweit nicht nutzen kann („Wenn er aufgerufen wird, gibt er die Krone einem beliebigen Spieler. Er darf die Krone weder beim momentanen Besitzer belassen, noch darf er die Krone selbst nehmen“).

Detailansicht zu Ohne Furcht und Adel

Fazit

Ohne Furcht und Adel mag ein gutes Spiel für mehrere Personen sein, aber beim Spiel zu zweit zeigt es nicht seine Stärken. Bei uns war „Ohne Furcht und Adel“ nicht ohne Furcht vor der nächsten ersten Phase, da dies den Spielfluss bei einem Spiel mit 2 Personen stark unterbricht und darunter der Spielspaß leidet. Ein weiterer Punkt unter dem der Spielspaß litt, waren die teilweise starken Charakterkombinationen mit denen man den Gegner sehr nerven konnte. Leider wird ohne Furcht und Adel bei uns nicht mehr so schnell auf den Tisch kommen.

Ohne Furcht und Adel aus der Sicht von Zwei Brettspieler

Gesamtbewertung

%

  • Verpackung 42% 42%
  • Qualität 50% 50%
  • Spiel 19% 19%

Hans im Glück hat das Spiel „ohne Furcht und Adel“ 2017 unter dem Namen „Citadels“ neu aufgelegt.
Des Wegen haben wir auch den Link zum neuen Spiel unten eingefügt.